Was ist ein Karpaltunnelsyndrom?

Dies ist der Einführungsartikel zu meiner zehnteiligen Artikelserie zum Thema „Karpaltunnelsyndrom, Symptome, Diagnose, Therapie (Operation), Genesung“ aus Sicht des Patienten. Ich berichte ausführlich über meine persönlichen Erfahrungen im gesamten Prozeß der Erkrankung und hoffe damit, Betroffenen eine informative Begleitung und Hilfestellung geben zu können. Der Ordnung halber weise ich allerdings ausdrücklich darauf hin, dass ich kein Mediziner bin und meine Artikel entsprechend nicht als medizinische Beratung zu verstehen sind.

Diesem Einführungsteil folgen zehn chronologisch nummerierte Erfahrungsberichte mit folgenden Themen:

2.) Woher weiß man, dass man ein Karpaltunnelsyndrom hat?

3.) Die Diagnose beim Neurologen

4.) Voruntersuchung zur Operation im Krankenhaus

5.) Der erste Tag im Krankenhaus

6.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 1

7.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 2 – Regionale Narkose

8.) Vorbereitungen zur Operation Teil 3 – Intermezzo

9.) Offene Operation des Karpaltunnelsyndroms unter Vollnarkose

10.) Offene Operation des Karpaltunnelsyndroms mit regionaler Anästhesie

11.) Nachbehandlung und Genesungsprozeß

 

Was ist nun ein Karpaltunnelsyndrom?

Wenn man unter dem Karpaltunnelsyndrom (kurz auch KTS) leidet, ist ein bestimmter Nerv in der Hand, der „Nervus medianus“ der Verursacher. Dieser Nerv verläuft in einer Art Tunnel gebildet durch das auf der Handunterseite liegende Karpalband und den darunterliegenden Knochen der Handwurzel.  Wird der Raum in diesem Tunnel zu eng, so kommt es zu den typischen Symptomen wie Taubheitsgefühl und Kribbelgefühl und das Einschlafen der Hände, bzw. genauer gesagt des Daumen, des Zeige- und Mittelfingers. In einem fortgeschrittenen Stadium schläft insbesondere Nachts der komplette Unterarm ein. Dies ist oft begleitet von starken Schmerzen.

Die Ursache des Karpaltunnelsyndroms

…ist nicht 100%tig geklärt. Oft spricht man von der Programmiererkrankheit, weil sie wohl in diesem Beruf durch die Handhaltung an Tastatur und Maus gehäuft auftritt. Betroffen sind aber auch Rheuma- und Gichtpatienten und Übergewichtige. Mitunter ist die Verengung einfach genetisch bedingt oder wurde durch Verletzungen oder Brüche hervorgerufen. Im Schnitt sind Frauen dreimal häufiger als Männer betroffen.

Es gibt eine Vielzahl von Internetseiten, die über Ursachen, Symtome und Behandlungsmethoden zum Karpaltunnelsyndrom Auskunft geben. Das Besondere dieses Blogs ist aber, dass ich als betroffener Patient anderen Leidensgenossen einen möglichst genauen Bericht über die beiden Operationen, die ich habe durchführen lassen, schildern möchte.
Da ich kein Mediziner bin, wird es in meiner Beschreibung auch kein kompliziertes Fachvokabular geben. Mein Anspruch ist lediglich, den betroffenen Laien darüber zu informieren, was auf ihn zukommen wird, wenn er beschließt, die Operation durchführen zu lassen. Vielleicht kann ich dem ein oder anderen dadurch in der Entscheidungsphase ein wenig helfen.



Besonders freuen würde mich, wenn Ihr, liebe Leser, meine Texte kommentiert und Eure Erfahrungen mitteilt. Vielleicht möchte ja auch der ein oder andere einen eigenen Bericht schreiben und ihn hier veröffentlichen. Sofern ich kann, beantworte ich natürlich auch gerne Fragen.

Weiter geht’s hier:

2.) Woher weiß man, dass man ein Karpaltunnelsyndrom hat?

 

 

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