Optionen für die Behandlung von Karpaltunnelsyndrom

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Optionen für die Behandlung von Karpaltunnelsyndrom – Biomanantial

Optionen für die Behandlung von Karpaltunnelsyndrom – Biomanantial

Gekennzeichnet durch einen stechenden Schmerz, Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühl, Schwäche in den Händen und Handgelenken. Karpaltunnelsyndrom ist 
de.biomanantial.com/optionen-fuer-die-behandlung-von-karp...

Karpaltunnelsyndrom – Nervenschmerz-Zentrum

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Karpaltunnelsyndrom – Nervenschmerz-Zentrum

Karpaltunnelsyndrom – Nervenschmerz-Zentrum

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS oder CTS) ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom. Es wird durch eine Verengung im Handgelenksbereich, 
www.nervenschmerz.com/karpaltunnel-syndrom/

In Lank wird nicht nur Rheuma behandelt

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In Lank wird nicht nur Rheuma behandelt
In Lank wird nicht nur Rheuma behandelt
Westdeutsche Zeitung
Ulrike Stefes leidet unter dem sogenannten Karpaltunnel-Syndrom. „Dabei ist ein Nerv in Höhe des Handgelenks eingeengt. Dies führt zu oft auch nachts 

Offene Karpaltunnel-Entlastung bei Karpaltunnelsyndrom

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Offene Karpaltunnel-Entlastung bei Karpaltunnelsyndrom

Offene Karpaltunnel-Entlastung bei Karpaltunnelsyndrom – XOPE
In diesem offenen Eingriff werden aufgrund des Karpaltunnelsyndroms eine Dekompression und Neurolyse am Karpaltunnel durchgeführt.
www.xope.com/de/allgemein-und...bei…/durchfuehrung


Die Symptome des Karpaltunnelsyndroms treten oft nachts auf

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Die Symptome des Karpaltunnelsyndroms treten oft nachts auf

Es beginnt mit einschlafenden Fingern und führt nach einiger Zeit zu starken Schmerzen in den Fingern, besonders dem Daumen. Im fortgeschrittenen Stadium macht sich das Karpaltunnelsyndrom besonders nachts durch Schmerzen im ganzen Arm bemerkbar.


Der Grund für die Symptome liegt in einer Verengung des sogenannten Karpaltunnels. Durch diesen Tunnel, der sich oberhalb des Handgelenkes befindet, läuft ein Nerv, dessen Verästelungen zu Daumen, Zeige- und Mittelfinger und teilweise auch in den Ringfinger verlaufen.

Die Ursachen für die Verengung sind vielfältig und individuell verschieden. Je nach Stadium der Erkrankung gibt es verschiedene Therapieansätze. In den meisten Fällen ist eine Operation jedoch unumgänglich.

In folgendem Artikel erhalten Sie einen kurzen Überblick über das Krankheitsbild „Karpaltunnelsyndrom“

Weiterlesen

2.) Woher weiß man, dass man ein Karpaltunnelsyndrom hat?


In meinem Einführungsartikel habe ich bereits einige Informationen über das Karpaltunnelsyndrom gegeben. Hier möchte meine eigene Vorgeschichte schildern.

Das mal einzelne Finger oder die ganze Hand einschläft, besonders nachts, ist wohl relativ normal und sicher noch nicht besorgniserregend. Zum ersten Mal wirklich störend und beeinträchtigend wurde das bei mir vor einigen Jahren und zwar beim Motorrad fahren.

Einschlafende Hände

Ich hatte mir eine grosse gebrauchte BMW gekauft, hatte aber von Anfang an Schwierigkeiten mit der Sitzposition. Ich versuchte es mit diversen Umbauten wie Sitz tiefer legen und Lenker höher legen, aber irgendwie kam ich zu keiner optimal entspannten Sitzhaltung. Das hatte zur Folge, dass das Gewicht meines Oberkörpers beim Fahren auf den abgeknickten Handgelenken lastete. Ich bin zu dieser Zeit dennoch fast täglich einige Stunden mit der Maschine unterwegs gewesen und ich könnte mir vorstellen, dass hier auch eine Ursache für die Erkrankung lag.

Mit der Zeit schliefen mir die Hände während der Fahrt ein. Anfänglich nur bei langen Touren, später praktisch schon nach den ersten Kilometern. Immer wieder Ausschütteln der Hände und kneten, wenn ich mal gerade an einer Ampel stand half nur noch für dem Moment. Da ich dieses Einschlafproblem nur beim Motorrad fahren hatte, schob ich es auf die schlechte Sitzposition. Ich verkaufte die Maschine, weil ich mich darauf nicht mehr sicher fühlte. Es ist nicht besonders lustig, eine 300 kg Maschine zu bewegen, ohne Gefühl in den Händen zu haben.

Schmerzen und keine Kraft mehr in den Händen

Aber auch bei einem anderen Hobby, dem Brennholz produzieren, stieß ich mehr und mehr auf Schwierigkeiten, die durch das Karpaltunnelsyndrom verursacht wurden. Ich konnte die Kettensäge nicht nur nicht mehr halten, weil mir die Hände einschliefen. Ich verlor auch immer mehr die Kraft, die Säge zu führen und zu heben und hatte starke Schmerzen in den Händen. Zu dieser Zeit bemerkte ich auch, dass Daumen, Zeige- und Mittelfinger meiner rechten Hand sich immer mehr „samtig“ anfühlten und ich kleine Gegenstände nicht mehr korrekt greifen konnte, weil ich nicht spürte, ob ich sie nun festhielt oder nicht. Umgekehrt kam es immer öfters vor, dass mir Dinge aus der Hand fielen, weil ich dachte, ich hätte sie fest gegriffen, was aber ein Trugschluss war. Mir war das sprichwörtliche Fingerspitzengefühl abhanden gekommen!

Nächtliche Schmerzen und Einschlafen des ganzen Armes

Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass auch Fahrradfahren und Gartenarbeit mit Werkzeugen nicht mehr möglich war und zum Schluss auch telefonieren, schreiben und das Benutzer der Computermaus mühsam und schmerzhaft wurden. Der Begriff Karpaltunnelsyndrom tauchte dann bei Internetrecherchen der Symptome auf, aber ich schob die Thematik noch so lange von mir weg, bis ich recht plötzlich auch Nachts von heftigen Schmerzen im eingeschlafenen Arm, oft auch beiden Armen, wach wurde. Dieser Zustand verschlimmerte sich recht schnell und ich entschloss mich nun endlich zu handeln.

In den folgenden neun Artikeln berichte ich ausführlich über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Karpaltunnelsyndrom insbesondere vor, während und nach der Operation. Wenn Sie sich an dieser Stelle schnell einen allgemeinen Überblick zum Thema verschaffen wollen, dann schauen Sie sich bitte das folgende Video an:

Wenn die Hand schlapp macht (Quelle: Bayerisches Fernsehen)


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vorheriger Bericht:
1.) Was ist das Karpaltunnelsyndrom?
nächster Bericht:
3.) Die Diagnose beim Neurologen

 

3.) Die Diagnose beim Neurologen

Nachdem nun die Symptome, wie im vorherigen Teil meines Berichtes beschrieben, so extrem wurden, entschloss ich mich, meinen Hausarzt um Rat zu fragen. Er diagnostizierte erwartungsgemäß auch auf Karpaltunnelsyndrom. Allerdings erklärte er, dass auch Bandscheibenprobleme oder Halswirbelprobleme Ursachen sein könnten.

Neurologische Untersuchung

Um abzuklären, ob es sich wirklich um eine Verengung des Karpaltunnels handelt, überwies er mich zum Neurologen. Erfreulicherweise bekam ich dort recht schnell einen Untersuchungstermin.


Bei dieser Untersuchung wird die Nervenleitgeschwindigkeit mittels Stromfluss gemessen. Man bekommt ein paar kleine Elektroden an verschiedenen Stellen der Hand aufgeklebt. Die Elektroden sind per Kabel mit einem Messgerät verbunden, das den Wert der Nervenleitgeschwindigkeit erfasst. Diese ist anhand einer Kurve und eines Wertes abzulesen. Der Neurologe erkennt anhand von Referenzwerten die Ausprägung der Erkrankung des „Nervus medianus“.
In meinem Fall waren die Werte der rechten Hand so hoch, dass er zu sofortiger Operation riet und auch mit der linken Hand solle ich nicht mehr all zulange warten.
Die Untersuchung würde ich nicht direkt  als schmerzhaft beschreiben, aber das durch den Stromimpuls ausgelöste Zucken der Finger ist auch nicht angenehm. Die Prozedur ist aber sehr schnell vorbei und es ist keinesfalls eine Untersuchung, vor der man Angst haben muss.
Mit dem Befund ging ich also wieder zurück zu meinem Hausarzt, der mir eine Einweisung ins Krankenhaus ausstellte.

 

Karpatunnelsyndrom

Das Karpalband, das bei der Operation durchtrennt wird, damit der darunterliegende Nerv wieder Platz bekommt, ist gelb markiert.

 

Exkurs: Sulcus-ulnaris-Syndrom

Als ich anlässlich der zweiten Operation, also der linken Hand, im OP-Vorgespräch im Krankenhaus erwähnte, dass mir auch ab und zu der Ringfinger und der kleine Finger einschlafen, beschloss der Arzt spontan, dass ich eine erneute Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit durchführen lassen sollte. Er erklärte mir, dass für diese beiden Finger ein anderer Nerv, der in einer Vertiefung des Ellenbogengelenks liegt, zuständig ist und man in diesem Fall von einem Sulcus-ulnaris-Syndrom spricht. Sollte sich bei der Kontrollmessung dort auch eine Verengung herausstellen, so könne man das direkt mitoperieren. Allerdings, so erklärte er mir, sei diese Operation aufwändiger und der Arm müsse dann einige Wochen geschient werden.

Darauf war ich nicht vorbereitet und ich war mir auch gar nicht sicher, ob ich das zu diesem Zeitpunkt machen lassen wollte. Dennoch wurde das Vorgespräch abgebrochen und ich begab mich erneut zum Neurologen, der mir, durch das Krankenhaus organisiert, sofort einen Termin gab. Er untersuchte ebenfalls mit der beschriebenen Methode den Nerv in der Armbeuge und auch erneut den  „Nervus medianus“ der linken Hand. Das Ergebnis war, dass der Nerv in der Armbeuge unauffällig war, dafür aber die Schädigung durch das Karpaltunnelsyndrom seit der letzten Messung, ein halbes Jahr zuvor, erheblich fortgeschritten war. Es blieb also zum Glück alles beim geplanten Operationsverlauf. Allerdings deutet das Einschlafen des kleinen und des Mittelfingers auf Halswirbelsäulenprobleme hin. Aber das ist ja ein ganz andere Baustelle.



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vorheriger Bericht:
2.) Woher weiss man, dass man ein Karpaltunnelsyndrom hat?
nächster Bericht:
4.) Voruntersuchungstermin im Krankenhaus

 

5.) Der erste Tag im Krankenhaus

Im vorigen Teil meiner Artikelserien über meine Erfahrungen mit dem Karpaltunnelsyndrom habe ich über den Voruntersuchungstermin im Krankenhaus berichtet. Im folgenden fünften Teil schildere ich meine Erlebnisse am ersten Krankenhaustag.

Formalitäten

Ich hatte Order, mich um Punkt 7.30 Uhr bei der allgemeinen Krankenhausverwaltung am Tag vor dem geplanten Operationstermin einzufinden, was ich tat. Ich musste nicht warten. Die Mitarbeiterin war sehr freundlich und erledigte mit mir souverän diverse Formalitäten (Zuzahlung , Einverständniserklärung, Datenschutzerklärung, Haftungsausschluss bei Diebstahl, zu benachrichtigende Angehörige im Falle, dass… etc.) Sie erklärte mir  zum Schluss, wo die zuständige Station zu finden ist und dass ich dort bereits erwartet würde.

Empfang auf der Station

Auf der Station angekommen, wurde ich in der Tat bereits von einer Schwester namentlich begrüsst und bekam einen Fragebogen in die Hand gedrückt. Ich wurde in die Nähe eines Untersuchungszimmers platziert und gebeten den Fragebogen auszufüllen und bei dem kommenden Gespräch mit dem Arzt abzugeben. Der Fragebogen enthielt diverse Fragen zu Lebensgewohnheiten und Gesundheitszustand und kaum war ich fertig mit ausfüllen, wurde ich auch schon in das Untersuchungszimmer gebeten.
Hier erklärte mir nun ein freundlicher Arzt erneut den Operationsverlauf des Karpaltunnelsyndroms inklusive Risiken und Nebenwirkungen. Im Anschluss musste ich mein Einverständnis zur Operation auf dem Fragebogen per Unterschrift erklären und durfte wieder gehen.

Karpaltunnelsyndrom

Im Bild erkennt man das oberhalb vom Handgelenk querliegende Karpalband und die Nerven, die in die Finger verlaufen. Beim Karpaltunnelsyndrom sind typischerweise die Nerven in Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger betroffen.

Die Krankenschwestern erwarteten mich bereits und begleiteten mich zu meinem Zimmer. Da ich gewöhnlicher Kassenpatient war, hatte ich einen Mitbewohner, der auch gerade erst angekommen war und ebenfalls am nächsten Tag operiert werden sollte. Ich war sehr angenehm darüber überrascht, dass es „nur“ ein Zweibett-Zimmer war. Da hatte ich in anderen Krankenhäusern schon ganz  anderes erlebt (vier- und fünf-Bett-Zimmer).

Die Schwester nahm sich Zeit, mit mir den Essenplan durchzugehen, wobei sie gleich klar stellte, dass ich an diesem Abend ab 22.00 Uhr nichts mehr essen und trinken dürfe und es auch am nächsten Tag, also dem Operationstag vor der Operation weder feste noch flüssige Nahrung gäbe. Ok, damit kann ich leben. Alles ist relativ, wenn man auch schon Operationen überstanden hat, vor denen man vorher abführen musste und mehrere Tage nach der Operation kaum etwas essen oder trinken durfte.

EKG und Anästhesiebesprechung

Der Essenplan war gemacht und schon wurde ich zum nächsten Termin zitiert, dem EKG. Dazu musste ich wieder „zurück auf Los“, nämlich zur allgemeinen Verwaltung. Gegenüber lag der EKG-Raum vor dem ich zu warten hatte. Man würde mich aufrufen. Ich vermute, es lag an der Mittagszeit, aber dieses mal musste ich lange warten, bis ich aufgerufen wurde, obwohl ich der einzige Patient im Wartebereich war. Das EKG selbst war in wenigen Minuten erledigt und zeigte keine Besonderheiten.

Mit diesem Ergebnis ging ich zurück zur Station, wo bereits das Mittagessen (Punkt 12.00 Uhr) auf dem Tisch stand. Nun, dieses Essen konnte ich mir natürlich noch nicht aussuchen, aber es war wohl essbar.

Nach dem Essen folgte etwas Smalltalk mit dem Zimmergenossen, der im Prinzip am gleichen Krankheitsproblem litt, jedoch nicht in den Händen, sondern in den Füssen. Eine entsprechenden Operation ist ungleich aufwändiger und man darf anschliessend mehrere Wochen mit einer Beinschiene herumlaufen.

Ein Termin stand noch aus, nämlich der mit dem Anästhesisten. Dieses Gespräch fand nun im Anästhesiebereich des Krankenhauses statt. Der Anästhesist erklärte mir noch einmal ausführlich die Betäubungsmethode, die zur Operation des Karpaltunnelsyndroms notwendig ist. Neben dem bereits bei der Voruntersuchung Erwähntem, informierte er noch darüber, dass an dem nicht operierte Arm eine Kanüle gelegt würde, die zur Versorgung mit Narkosemittel oder Medikamenten dient.
Das ist für mich immer etwas beunruhigend, weil ich weiß, dass man bei mir so schlecht geeignete Venen findet und ich immer mehrere Stechversuche über mich ergehen lassen muss.

Der Arzt legte noch fest, welche meiner eigenen Medikamente ich wann nehmen soll und erklärte mir, dass ich weitere Medikamente (Schmerzmittel Ibuprofen) vom Krankenhaus bekommen würde.
Auch hier durfte ich meine Zustimmung durch Unterschrift auf dem Aufklärungsformular erklären und war für den Rest des Tages entlassen.

Diesen restlichen Tages verbrachte ich mit Unterhaltung mit dem Zimmergenossen, Abendessen, Lesen und Wanderungen durchs Krankenhaus.


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4.) Voruntersuchung im Krankenhaus
nächster Bericht:
6.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 1

7.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 2 – Regionale Narkose

In meinem Erfahrungsbericht Nr. 6 Teil 1 zum Karpaltunnelsyndrom habe ich aus meinem Erleben als Patient berichtet, wie ich die Vorbereitungen zur Operation wahrgenommen habe. Im heutigen siebten Bericht, erfahren Sie im Teil 2, wie es mit diesen vorbereitenden Maßnahmen weiter ging.


Während ich in dem kleinen Behandlungsraum vor dem Operationssaal auf den nächsten Akt in Sachen Karpaltunnelsyndrom wartete, fand ich es sehr interessant, den Ablauf in diesem Krankenhausbereich beobachten bzw. mithören zu können. Permanent lief verschiedenes Personal in blau oder weiß gekleidet herum, sprach immer sehr freundlich und einfühlsam mit den Patienten und erkundigte sich bei jedem einzelnen immer wieder nach dessen Wohlbefinden. Ich spreche an dieser Stelle sehr gerne ein dickes Lob an die Menschen aus, die ich dort „unten“ erleben durfte. Es geht dort für meine Begriffe sehr hektisch zu, aber scheinbar hat jeder seine Arbeit perfekt im Griff und schafft es auch noch, gute Stimmung und Gelassenheit zu verbreiten. Respekt!
Als sei dies nicht schon genug Herausforderung, hatten die Pfleger und Schwestern auch noch mit einer offenbar kürzlich neu angeschafften Software für diesen Bereich zu kämpfen. Amüsiert hörte ich zu, wie fantasievoll gerätselt wurde, wo man was eingeben muss, warum Masken nicht mehr auffindbar waren oder sich anders verhielten als erwartet.

Regionale Narkose

Nach relativ langer Wartezeit kam dann der Anästesist, der auch die Kanüle gelegt hatte und erklärte mir, dass er nun in meiner Achselhöhle den Nerv namens Plexus anhand von Stromimpulsen suchen würde und den Nerv dann mit einer Injektion betäuben würde. Ein Pfleger hielt meinen Arm nach oben angewickelt fest und der Arzt suchte zunächst manuell, also ohne strom, in meiner Achselhöhle nach dem Nerv. Nachdem er glaubte, er habe ihn gefunden, ließ er, nach Ankündigung, Strom fließen.

Ich hatte ein Kribbeln erwartet, aber der Effekt war überraschen anders. Verschiedene Stellen in meiner Hand und einzelne Finger zuckten plötzlich ohne das ich willentlich etwas dafür tat. Das hatte etwas von ferngesteuert werden. Ich fand es merkwürdig aber auch irgendwie lustig, wenn auch etwas schmerzhaft. Der Arzt allerdings war nicht zufrieden mit seinen Künsten und so wurde der Chefanästhesist dazu gerufen. Selbiger ging etwas beherzter an die Sache heran, was für mich hieß, dass es auch etwas schmerzhafter zuging. Schließlich war er aber mit einer Nervenfundstelle zufrieden und injizierte das Betäubungsmittel.

Anmerkung:
Bei der zweiten Operation, also der Operation der linken Hand, wurde diese Prozedur genauso, aber von einem anderen Arzt, durchgeführt. Dabei war das Suchen des richtigen Nerves mittels Stromimpuls wesentlich schmerzhafter, weil – so vermute ich – mit einer grösseren Strommenge gearbeitet wurde. Vorteil war aber, dass der richtige Nerv viel eindeutiger identifiziert werden konnte. Auch das Einspritzen des Betäubungsmittels war ziemlich schmerzhaft, weil der hohe Strom dabei auf dem Nerv beibehalten wurde und das Ganze nun mal einige Zeit dauert.
Diese etwas brutale Vorgehensweise zollte wohl dem Umstand Tribut, dass an diesem Tag ein extremer Personal-, Zeit- und Platzengpass im Operations-Bereich und auf der Intensivstation herrschte. Deshalb wollte der Arzt unbedingt vermeiden, dass eine Vollnarkose notwendig wird und wollte sichergehen, dass die regionale Anästhesie klappt. Das hat er mir auch vorher erklärt und mir war es natürlich recht. Dass es mit erhöhten Schmerzen einhergehen würde, sagte er nicht und das war wahrscheinlich auch gut so. Es waren ja nur ein paar Sekunden (und gefühlte Minuten).

Das Betäubungsmittel war gespritzt und am nun hieß es wieder warten. Ich wurde nach kurzer Zeit wieder in den großen Saal vor den Operationsräumen geschoben und harrte der Dinge, die da kommen mögen.

Im nächsten Teil Nr. 8 der Operationsvorbereitungen berichte ich über einen kleinen menschlichen Zwischenfall.


Hier geht’s weiter:

vorheriger Bericht:
6.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 1
nächster Bericht:
8.) Vorbereitungen zur Operation Teil 3 mit Intermezzo

 

10.) Offene Operation des Karpaltunnelsyndroms mit regionaler Anästhesie

In Artikel Nr. 9 meines Berichts über die Operation des Karpaltunnelsyndroms schilderte ich den Verlauf meiner ersten Operation, der rechten Hand. Diese Operation wurde unter Vollnarkose vorgenommen, weil die regionale Betäubung des Armes nicht ausreichte.

Bei der zweiten Operation, ca. 6 Monate später, gelang aber die regionale Narkose und so konnte ich unmittelbar mit erleben, was während der Operation geschah. Wie die regionale Narkose erfolgt, können Sie  unter 7.) Vorbereitungen am Operationstag Teil 2 – Regionale Narkose nachlesen.


Nach dem ich nun im Operationsraum lag und wieder an Blutdruckgerät etc. angeschlossen und die Hand desinfiziert war, kam es zur Überprüfung, ob die Betäubung ausreicht. Wie bereits bei der ersten Operation (der rechten Hand) konnte ich alle Berührungen sehr deutlich spüren, was normal ist. Bei den Tests auf Schmerzempfindlichkeit spürte ich jedoch, im Gegensatz zum vorigen Mal, nichts, so dass klar war, dass dieses Mal ohne Vollnarkose zur Tat geschritten werden konnte.

Es waren ein Arzt und eine Ärztin anwesend. Die Ärztin begann damit, meinen Arm mit einer Art Verband aus dickem Gummi von der Hand aus in Richtung Schulter fest einzuwickeln. Mir wurde schnell klar, dass die Ärztin noch nicht über all zu große Erfahrung verfügte, denn sie wurde ab und an von ihrem Kollegen etwas korrigiert. Am Oberarm wurde nun noch eine abbindende Manschette angebracht und die Gummiwicklung wieder entfernt. Mit dieser Technik wird erreicht, dass das Operationsgebiet möglichst blutfrei ist.
Bis dahin durfte ich mir die Vorbereitungen noch ansehen, doch dann wurde meine Sicht mit Tüchern versperrt. Es folgten noch einige Handgriffe, die ich aber nicht zuordnen könnte und dann sagte der Chirurg, „Wir beginnen jetzt mit dem Eingriff“.
Reflexartig spannte ich meine linke Schulter und somit den ganzen Arm an, obwohl ich ansonsten eigentlich ganz gelassen war. Der Operateur erklärte in ruhiger, routinierter Stimmlage, dass er jetzt den Schnitt machen würde. Das konnte ich auch spüren, aber natürlich nicht als Schmerz, sondern nur als würde mir jemand ganz leicht über die Hand streichen. Dann nahm ich wahr, dass er nun im inneren der Hand mit irgendeinem Instrument arbeitete. Er erklärte der Kollegin mit sehr gedämpfter Stimme sein Vorgehen, während ich eine gleichmäßige Hin- und Herbewegung des Scalpels spürte. Nach eine kurzen Pause wurde diese Bewegung fortgesetzt. Dieses mal aber war es ein deutliches Rupfen und Zupfen und ich erlaubte mir die Bemerkung, dass wohl jetzt jemand anderes zu Werke sei. Die beiden leugneten das zwar nicht, unterhielten sich aber fortan noch leiser, um wohl den aufmerksamen Patienten nicht weiter zu beunruhigen. Der Anästhesist, der zu meiner Rechten saß, sah sich offenbar nun veranlasst, mich durch allerlei lockere und witzige Bemerkungen vom Geschehen abzulenken. Dabei war ich kaum nervös, sondern eher interessiert. Dennoch stieg mein Blutdruck wohl etwas und der Anästhesist erklärte mir, dass er mir durch die Kanüle ein blutdrucksenkendes Medikament geben würde.


„Wir nähen jetzt zu“, hörte ich den Arzt sagen. Davon spürte ich überhaupt nichts. Ebenso war nichts vom Verbinden der Hand zu bemerken.
Ich wurde von allen  Gerätschaften befreit und wieder ins das Vorzimmer des Operationsraums geschoben und dort in mein Bett verfrachtet.
Die Operation selbst hat, wie angekündigt, ca. 10 Minuten gedauert. Ich hatte vorher noch nie eine Operation bei vollem Bewusstsein erlebt und war deshalb neugierig gespannt. Überrascht war ich davon, dass es während der Operation in den Gesprächen des anwesenden Personals recht locker zuging, während gleichzeitig aber auch konzentriert gearbeitet wurde. Es herrschte eine entspannte, lockere Atmosphäre, obwohl ich wusste, dass an diesem Tag eigentlich eine ziemliche Hektik im OP herrschte.

Nach kurzer Wartezeit im grossen Wartesaal holte mich eine Stationsschwester ab und schob mich zurück durch die Krankenhauskatakomben in mein Zimmer. Nach einer kurzen Ruhepause war meine erste Amtshandlung, mich wieder zivilisiert anzuziehen. Im Anschluss an das Mittagessen wurde die Kanüle im rechten Arm gezogen, dann kam Besuch und den restlichen Tag verbrachte ich mit Lesen und  Fernsehen.
Ich hatte keinerlei Schmerzen in der Hand und das blieb auch so.


Hier geht’s weiter:

vorheriger Bericht:
9.) Offene Operation des Karpaltunnelsyndroms unter Vollnarkose
nächster Bericht:
11.) Nachbehandlung und Genesungsprozeß